28. September 2021
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34 thoughts on “Der Teslaanwalt: Tesla lieben und verklagen – wie geht das?

  1. Danke an den Tesla-Anwalt für den Beitrag! – Passend dazu

    Habe eben folgende Mail an Tesla zum Thema eMMC gesandt – stay tuned… 😉

    Guten Tag
    Vor einigen Wochen hatte ich, nach wochenlangem Warten auf eine Reaktion Ihrerseits, ein Telefongespräch mit einer
    Ihrer Mitarbeiterinnen in dieser Sache.

    Sie meinte, dass Tesla die Behebung der stark eingeschränkten Funktion des Mediensteuermodul des bisherigen 8GB-MultiMediaCard (eMMC), am 5. Januar beim Service Center Schlieren, als “Upgrade” gewertet wird, für welchen ich mich selbst frei entschieden hätte. Entsprechend sei Tesla nicht breit eine vollumfänglich Rückerstattung in Betracht zu ziehen.

    Nach längerer Diskussion meinte die Dame, ich könne im Besten Fall auf eine Teil-Rückerstattung von ca. 10-20% des
    bezahlten Betrages rechnen, sie müsse dies aber intern noch prüfen.

    Ihr Schreiben heisst jetzt, dass ich selbst auf diese “Almose” verzichten darf – schon mal vielen Dank dafür!

    Ihre Grundhaltung zu dieser weltweiten Thematik, die schleppende Abwicklung sowie die unpersönliche Kommunikation befremden mich zutiefst da sie, mit dem was man unter kundenfreundlichem Verhalten versteht, gar nichts zu tun hat.

    Offensichtlich fehlt Ihnen das Sensorium, dass ein wohlwollendes Entgegenkommen, insbesondere für die
    “early adopters” mit frühen MS + MX Modellen, positive Aspekte im Sinne von Markenbotschaftern zuzuerkennen.

    Rückblickend wäre es für mich besser gewesen ich hätte von der “Rückerstattungs-Aktion” und Antragsstellung
    gar nie erfahren, denn so bleibt ein mehr als nur bitterer Nachgeschmack darauf wie Tesla agiert und reagiert.

    Viel Erfolg bei der Vermehrung der gewonnen Einsichten

    Mit freudlichen Grüssen

    Ein Moment lang fühlte ich mich wohl ähnlich wie unser “Kollege AD” MS85…. aber geht schon wieder 😉

    Ähnlich wie bei Dieselgate ist es wohl so, dass wir in Europa nicht dieselben Rechte in Form von Sammelklagen haben wie in den USA und entsprechend fühlt sich Tesla bestärkt, mit der Grosszügigkeit sparsam umzugehen…

  2. Uns Teslafahrern wird ja oft vorgeworfen, wir haetten eine rosarote Brille auf, und wuerden die fraglos bei Tesla (so wie bei jeder anderen Unternehmung auf diesem Erdball) bestehenden Probleme ignorieren. Dabei gibt es wirklich einiges zu kritisieren. Wenn man das z.B. auf Teslarati macht, uiuiui, dann hagelts aber downvotes und uebelste Beschimpfungen.

    Deshalb ist ein etwas differentierter Blick, wie in dem Artikel, durchaus hilfreich.

    Ich habe gluecklicherweise noch keine bemerkenswerte Negativerfahrung mit Tesla gemacht, mit den Kleinigkeiten kann ich mich abfinden.

    Das kann ich uebrigens nicht ueber BMW sagen: Bei meinem ersten i3 (noch aus 2013) fiel irgendwann einmal der E-Motor aus seiner Verankerung, weil der nur mit 4 Spaxen angeschraubt war. Monatelanges Hick-hack wegen Nichtaktivitaet von Fehlersuche und -beseitigung von BMW, aktenorder voller Schreiben, schliesslich Wandlung. Das Hauptproblem bei BMW: mangelnde oder nichtvorhandene Kommunikation, als Kunde (immerhin damals noch Versuchskaninchen) nicht ernst genommen werden, und das Abwaelzen von Verantwortung auf den Kunden. Und n.B. bemerkt: Der i3 hat nach fast 10 Jahren Produktionszeit noch immer Kinderkrankheiten (z.B. rumpelige Vorderachse).

    Und trotzdem habe ich wieder (im Vergleich zu Tesla sagenhaft teuren) i3’s genommen.

    1. Ich war auch lange VAG -Fan bzw. finde ich deren Fahrzeuge immer noch solide, wenn man die Motoren/Getriebe mit den Serienfehlern vermeiden kann.

      Ich war damals kurz davor mir einen A5 2.0 TFSI DSG zu holen. Mittlerweile bin ich froh, dass ich bei meinem alten Passat 3BG (Bj03) geblieben bin.
      PS: Nach dem damaligen Kauf musste ich auch ordentlich auf den Tisch hauen, der Service war eher mau, Termin wurde vergessen, undichte Frontscheibe brauchte 3 Anläufe, die Lehrlinge heizten mit den kalten Kundenfahrzeugen am Parkplatz… Und das von einem renommierten VW-Händler in einer Bundeshauptstadt, der viele Diplomatenfahrzeuge betreut.
      Ähnliches an anderen Standorten, ohne Vitamin-B wurde immer versucht einen übers Ohr zu hauen.

      Was immer gut wirkte hier in AT: Man droht an, sich an die VW-Zentrale Salzburg zu wenden, da es scheinbar an Kompetenzen fehle. 😉

  3. ich komm hier nochmal ums Eck mit meiner Reichweiten-Frage, denn eine richtig gute Antwort habe ich noch nicht: Habe kürzlich meine altes M3P gegen ein 2021er Refresh getauscht. Beim 2019er Modell hatte mir Tesla 530 km Reichweite versprochen, beim neuen sind es 567. Nach meiner Denke müsste ich jetzt 37 km weiter kommen. 😏Angezeigt als „Bewertete Reichweite“ wurden/wird Folgendes direkt nach Kauf:

    M3P 2019 (100% SoC): 499 km
    M3P 2021 (100% SoC): 507 km

    Also habe ich mich laut Tesla-eigener Anzeige um 8 km gesteigert. Erwartet hätte ich wenigstens 30.

    Das ist doch selbst dann ein bisschen wenig Steigerung, wenn man WLTP etc (unterschiedliche Ermittlung) berücksichtigt? 🤷🏻‍♂️

        1. Naja, wenn man weiß, dass man durchaus auch auf unter 0% fahren kann (glaub laut Tests waren noch 30km drin), dann kann man, ohne Panik zu bekommen, auf 3-5% runter fahren.

  4. Wir verklagen Tesla nicht, um dem Unternehmen zu schaden, sondern um es besser zu machen.

    Ich glaube, da gibt’s noch mehr Arbeit. Andere Firmen können auch noch besser gemacht werden…

      1. Nee, alles was das Auto weniger kann als der Vorgänger, wußte ich vorher schon…
        🤔

        1. Exot? Pah. Davon ist eine vierstellige Anzahl zugelassen in D.
          Außer Akkukapazität und Ladeleistung konnte der alles besser.
          Aufschließen an allen 4 Türen, Sitze hinten beheizen, jedes Fenster mit einem eigenen Knöpfchen hoch und runterfahren, Ladestecker immer entriegeln (unabhängig von Status Säule/Fahrzeug), Lenkrad höher machen, 6-Pack 1,5l-Flaschen zwischen Fahrersitz und Rücksitz stellen, Kühlen und Heizen wie Sau, Klimatisierung mit Schlüsseltaste einschalten, OnePedalDriving – Rekuperieren bis zum Stillstand, …
          (aus Angst, daß die Disqus-Datenbank platzt, höre ich mal auf mit der Auflistung)

    1. Puh dann haben die Dieselklagen VW so “gut” gemacht?

      Gerade bei Bloomberg gelesen, nächstes Jahr verkauft VW mehr Elektroautos als Tesla….

      1. Guter Punkt @Dominik. Ich würde sagen, zum einen hatte VW nie den Anspruch postuliert ein Konzern mit einer ideellen Mission zu sein. Zum anderen ist aber tatsächlich bei VW nach dem Dieselskandal viel passiert. Ich denke ohne die Klagen und das public shaming wäre die E-Mobilität bei VW noch lange nicht so weit wie sie jetzt ist. Oder zumindest wird 😉

        1. Hallo! Gibt es etwas in Richtung Batteriegarantie? Meine vom 85er ist defekt geworden und habe während der Garantiezeit heuer im Februar eine “neue” Batterie erhalten. Leider ist diese Batterie doppelt so oft geladen worden als meine alte Batterie. Habe auch weniger Reichweite bekommen. Bitte um Hilfe! Tesla meldet sich sehr spärlich.

        2. wäre trotzdem schön gewesen, wenn VW den “Umschwenk” ohne Dieselbetrug hinbekommen hätte.

          So wird wenigstens in den USA ein ordentliches Schnellladesystem aufgebaut, ganz ohne Ionity 😁

  5. Ich freu mich sehr, dass wir Christoph, den “Teslaanwalt”, selbst begeisterter Tesla-Fahrer, als Autor bei Teslarista begrüßen dürfen. Tesla lieben und verklagen: Ein heikles Thema, das ist mir bewusst. Aber ich denke: Wenn Tesla wachsen will, dann muss es auch lernen, Menschen zu überzeugen, die keine “Fans” – sondern normale Kunden sind. Und dazu braucht es möglicherweise hin und wieder einen kleinen Stupser, um die richtige Spur zu finden… 😉

    Edit: Der Teslaanwalt ist auch hier als Forist unterwegs und wird sicher gerne auf die eine oder andere Frage (im Zusammenhang mit Tesla-Problemchen) antworten, ohne dass gleich die Gebührenordnung zuschlägt 😁

    1. gibts denn eine Statistik, wieviel % der Klagen erfolgreich sind?

      Hauptsache der BUND, Grüne Liga usw gewinnen am Ende nicht😱

      1. Keine Ahnung, ob der Anwalt dazu was sagen darf – aber soweit ich gehört habe:

        – 100 % Vergleiche
        – keiner der TESLA-Owner hat geweint danach

        🙂

        1. Auch von mir ein ❤️liches Willkommen und Danke für den wunderbaren Artikel, der so den Nerv trifft.
          Viele der Tesla-Fahrer haben die Wachstumsschmerzen des Unternehmens gerne mitgetragen (viele werden auch gar nichts gespürt haben bisher). Aber das “besser werden” gerade bei der fairen Kommunikation mit den Kunden und die zufrieden stellende Behebung von Mängeln sollte in den Strukturen bei Tesla eine selbstverständliche Größe werden. Da hilft es auch nichts, wenn man argumentiert, dass es tw bei anderen Marken auch nicht viel besser ist.

          Solange dazu “Vermittler” notwendig sind, ist diese Form der Klärung absolut zielführend.
          Ich freue mich – nach schon anderen Erfahrungen -, dass es in Köln sehr gut funktioniert. Da habe ich Teslamitarbeiter getroffen, die begeistert für die “Mission” arbeiten und sich sehr freundlich um einen “kümmern”.

          Auch wenn Tesla Share holder keine Dividenden erwarten, so ist das Erreichen der Kundenzufriedenheit natürlich auch eine finanzielle Größe, die man im Rahmen halten will.
          Hier ist es klüger, wenn man dafür noch mehr Augenmerk auf Qualität und eigene Kontrollen legt, damit es im Nachhinein nicht so teuer wird.
          Ach, das wird schon. Und bisher war es wirklich so: ein paar km mit dem Model 3 – dann ist man wieder verliebt.

          Frage: Wenn man keine Rechtschutzversicherung hat (habe noch nie klagen müssen), trägt man dann als Kunde bei einem Vergleich einen Teil der Kosten?

        2. Danke Pamela für den freundlichen Empfang. Besonders traurig finde ich die Momente, in denen man merkt, dass die Mitarbeiter in den SeCs eigentlich gerne weiterhelfen würden, aber nicht dürfen. Da muss ich dringend etwas ändern, die minimal kurzfristige Fixierung auf Auslieferungszahlen pro Quartal bringt doch niemanden weiter.

          Auf deine Frage hin: grundsätzlich finde ich eine Rechtschutz für einen Tesla eine super sinnvolle Investition, die kostet isoliert für das Fahrzeug 100-150 € pro Jahr, und deckt alles am Fahrzeug ab, auch z.B. im Falle eines Unfalls. Sollte man unbedingt vor Übergabe des Fahrzeugs abschließen. Aber vielleicht machen wir dazu den wichtigsten Punkten mal einen separaten Beitrag. Bei vergleichen wird die Verteilung der Kosten auch mit verhandelt, und ist natürlich im Rahmen einer Gesamtabwägung mit einzubeziehen…wichtig ist, dass es unterm Strich für den Mandanten passt 😉

        3. ist gesetzliche Gewährleistung nicht in einer normalen Rechtsschutzversicherung (also ohne Verkehrsrecht oder Arbeitsrecht) mit drin? egal ob Auto oder Fernseher?

        4. Nein, bei den allermeisten Bedingungen ist alles rund ums Auto im Baustein Verkehrsrechtsschutz.

        5. da Musk Präzision im Mikrometerbereich für Giga Berlin angekündigt hat, gibt es zukünftig keine Klagen mehr 🤣

        1. Und hoffentlich keine Bebauungspläne, Flächenutzungspläne oder Wasserschutzgebiete…..

          Dann bin ich ja beruhigt.

        2. Von Bebauungsplänen bekomm ich Kopfschmerzen, also keine Angst. Im Arbeitsrecht hingegen wären wir noch recht gut, ich denke da wäre es fair wenn Tesla die gleichen Standards einhält wie die deutschen Konzerne 😉

        3. Ach gabs da auch schon “Klagen”?

          Ich persönlich denke, dass es in Grünheide schon Zank um den Betriebsrat geben wird, aber da wird Tesla wohl nix machen können.

          Bei Gewerkschaften bin ich da mal gespannter, es gibt ja keine Pflicht mit den Gewerkschaften zusammenzuarbeiten….

Nix mehr.Gschlossn.