7. Juli 2022
Home » Meinung » Verbote oder billige Freiheit? Was kostet eigentlich die Welt?

94 thoughts on “Verbote oder billige Freiheit? Was kostet eigentlich die Welt?

  1. Wenn ihr zum Arzt geht, verbietet der Arzt euch krank zu sein? Oder rät er euch wie ihr gesund werden könnt?
    So gesund wie unsere Gesellschaft ist, so gesund ist auch die Natur. Sie ist Spiegelbild unserer geistigen Einstellung.

    Was habt ihr geantwortet auf die Frage der Berufsberater, was ihr werden wollt? Habt ihr geantwortet das ihr gesund werden wollt?

    Habt ihr eure Ideale aus euren Kindes- und Jugendtagen längst vergessen? Wisst ihr noch wie ihr gutes tun wolltet um stattdessen Karriere zu machen?

    Hört auf die Menschen mit Verboten zu erdrücken, laded sie endlich ein, nehmt sie endlich ernst, lasst endlich eure Herzen sprechen.

    Ihr könnt nicht die Welt verändern sondern nur euch selbst.

    Frieden, Freiheit & Solidarität ist es was die Menschen benötigen, dann ändert sich auch das handeln der Menschen.
    Alles drei kann man jedoch nicht einfordern, sondern nur geben. Ob ihr es zurück bekommt entscheidet euer gegenüber.

    Die Menschen brauchen keine Verbote, sie brauchen Heilung.

      1. Dann sollten wir schnellstens unsere Geisteshaltung ändern. Erst wenn diese sich ändert wird sich auch das ändern was wir ändern wollen.

    1. Mir fallen ganz viele auf, die Dir beim Thema Solidarität gegenüber den nächsten Generationen im Geiste den Stinkefinger zeigen.
      Hätte mich nicht getraut, die „krank“ zu nennen. Aber bitte, da ist was dran. Wenn Du weißt, wie man die heilen kann, nur zu. Ich freu mich.

      Es ist im Übrigen immer sehr leicht einen auf „lieb“ zu machen, viel leichter als sich unbeliebt zu machen, weil man Ignoranz und Dummheit beim Namen nennt und auf Veränderung drängt.

      1. Ist es denn gesund nicht solidarisch zu sein? =)

        Das nicht nur unsere Gesellschaft vor lauter Negativität zerrüttet ist, keine Frage. Macht es dann Sinn genau den selben Weg weiter zu beschreiten oder sich mal zu besinnen?

        Von Liebe habe ich bewusst nicht geschrieben, denn sie ist das unterliegende Kernprinzip der anderen drei. Es geht auch nicht darum „auf lieb zu machen“, das wäre nichts weiter als Zweckentfremdung. Bereits Gandhi hat aufgezeigt das sowas nicht funktioniert, denn das Pendel schwang in Indien bald zur Gegenseite aus.

        Wenn man Ignoranz und Dummheit beim Namen nennt kann man sich verändern. Wenn man den Leuten zur nächsten Wahl vorgaukelt das alles in Ordnung ist, klappt das dann? Sicherlich nicht. Es ist jedoch der Ton der die Musik macht. Dazu muss man nicht auf lieb machen, sondern ehrlich und respektvoll miteinander umgehen.

        Und dann frage ich mich schon ob dann diejenigen ganz offen vor ihren Nachbarn, Verwandten und Kollegen weiterhin den Stinkefinger zeigen. Wir sprechen hier über eine soziale Gesellschaft, nicht den asozialen Medien welche geistiges Gift kübelweise auskippen.

        1. Hast Du eine Vorstellung, wie es sich entwickelt hätte, wenn man bei der Pandemie auf Besinnung und Freiwilligkeit gesetzt hätte?

          Mit dem Begriff „gesund“ kann ich leider nichts anfangen. Es ist ganz einfach menschlich, die Nachteile von anderen durch eigene Vorteile, nicht wahrnehmen zu wollen.

          Die Klimakrise und das Artensterben haben wir zum größten Teil zu verantworten und die Kinder und Enkel, die wir lieben, werden darunter massiv leiden bis zur Aufgabe des Lebens.

          Es ist auch nicht fair zu behaupten, das es jeder in der Hand hat, für ausreichende Verbesserung zu sorgen. Zu einem Teil ja, aber das Industriezeitalter und das profitorientierte Wachstum „auf Teufel komm raus“ auf allen Gebieten, auch in der Agrarwirtschaft, sind jetzt zu regulieren. Darauf zielen die meisten Vorschläge, die hier gebracht wurden.

          Ich hab bestimmt schon immens Medienschelte betrieben. Aber wenn ein Reporter das Mikro in eine Querdenkerdemo hält, hören wir Originalton und keine Presselügen. So einfach ist es nicht, wie Du es erklärst. Zu warten, bis alle ein Einsehen haben und der Letzte versteht, worum es geht, ist nicht der Charakter einer demokratischen Gesellschaft.

        2. Ist die Pandemie denn nicht Ausdruck unserer aktuellen Lage als menschliche Gesellschaft? Sie war der Weckruf, den wir weg geimpft, genesen und getestet haben um nicht erkennen zu müssen das es um das geht womit du nichts anfangen kannst: Gesundheit.

          Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit, oder gar die Anwesenheit von Impfungen. Krankheit entwickelt sich immer von innen heraus. Viren und Bakterien sind nichts weiter als Opportunisten die darauf warten das wir uns krank verhalten, erst dann können diese sich verbreiten, indem wir uns selbst schwächen.

          Wenn wir gesunden wollen, müssen wir uns gesund verhalten, anders geht es nicht. Gesundheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit um das Leben überhaupt leben zu können. Krankheit ist eine Warnung, ein Weckruf, das wir etwas falsch machen. Hören wir nicht darauf wird eine Krankheit sich ausbreiten bis hin zum Tod. Gesund sein heißt Vitalität, Kraft und Freude leben und empfinden zu können.

          Wenn unsere Enkel unter unseren krankhaften Lebenswandel leiden müssen, dann deswegen weil wir uns nicht geändert haben und unser Erkenntnismangel unsere Enkel weiterhin heimsucht, da wir es ihnen nicht mitgaben.

          Und tatsächlich haben wir es alle in der Hand für Verbesserung zu sorgen, aber nicht indem wir bei anderen Schuld bis zum erbrechen suchen, sondern indem wir uns solidarisch verhalten. Dann ist es fair, denn der Mensch ist ein soziales Wesen.

          Es gibt keinen schlechten Baum der gute Früchte trägt.
          Es gibt keinen guten Baum der schlechte Früchte trägt.

          Unser Industriezeitalter hat sich mit der egoistischen Ägide des Gewinnstrebens über die Jahrhunderte ausgebreitet, beginnend mit der Mechanisierung nach dem schwarzen Tod. Die Gewinner seit dieser Zeit sind meist alle schon tot, aber die hinterlassenen Schäden, mit denen haben wir noch heute zu tun, weil wir uns weigern zu lernen.

          Wir sind längst die Enkel von denen du schreibst. Der Lachs kommt nicht zurück, obwohl wir die Flüsse renaturieren. Der Kabeljau vor Neufundland kommt nicht zurück, obwohl niemand mehr fischt, da es nichts mehr zu fischen gibt. Warum kommen sie nicht zurück? Weil wir uns nicht geändert haben.

          Der Teufel ist längst raus gekommen den du benannt hast, doch die Menschen weigern sich ihn zu sehen. Das wissen wir beide, doch können wir es verbieten blind zu sein? Wir können als Menschen nur anbieten, ob andere annehmen ist deren Entscheidung.

          Es geht nicht um eine demokratische Gesellschaft, oder diktatorische Gesellschaft, oder was auch immer für altgriechische Herrschaftssysteme betitelt werden. Es geht um eine menschliche Gesellschaft.

          Dabei haben doch schon viele angefangen umzudenken, haben schon längst angefangen sich umzuorientieren. Schau auf diese Menschen statt auf diejenigen die du am liebsten verbieten willst, weil du nicht mehr weist wie man Krankheit mit Gesundheit ersetzen kann.

          Verbieten ist lediglich dagegen zu sein, denn sonst würde man es nicht verbieten wollen. Verbieten bietet aber eben nichts an, sondern nimmt lediglich weg.

          Wenn du Frieden willst, sei nicht gegen Krieg, sondern für Frieden.
          Wenn du Freiheit willst, sei nicht gegen Herrschaft, sondern für Freiheit.
          Wenn du Solidarität willst, sei nicht gegen Ignoranz, sondern für Solidarität.

          So wie du möchtest das die Umwelt dich behandelt, so behandele auch deine Umwelt.

        3. Es ist auch nicht fair zu behaupten, das es jeder in der Hand hat, für ausreichende Verbesserung zu sorgen.

          Absolut richtig. Im gewissen Masse kann jeder jeden Tag immer wieder die richtige Entscheidung treffen. Gut fuer das Gewissen, aber nicht ausreichend: Wer kann schon beurteilen, welche Chemikalien im veganen Schuhen stecken? Oder wie Biodiesel wirklich produziert wird? Oder ob der Gruenstrom wirklich so gruen ist wie behauptet? Oder ob die CO2 Kompensation fuer meine Fluege oder das Stadtgas wirklich ankommt? Und was macht eigentlich mein Nachbar??? Die Liste liesse sich beliebig verlaengern. Es wird nicht ohne staatliche Eingriffe und Kontrolle gehen.

    2. Die Menschen brauchen keine Verbote, sie brauchen Heilung.

      Tja, und die Erde braucht ein schnelles Umsteuern, da ist nicht genug Zeit um auf die Widerspenstigen zu warten.

      1. Wenn die Methode, mit der du umsteuern willst, genau dem entspricht von dem weggesteuert werden muss, wie willst du dann jemals etwas erreichen?

        1. Berechtigte Frage. Aber wie mit Allem koennte man ja mal damit anfangen das Problem „kuenftiges Ueberleben auf der Erde“ in kleinere Happen zu zerlegen (und mit den wichtigsten anfangen). Sollte Konsenz bestehen, das CO2 das groesse Problem fuer den Klimawandel darstellt, waere die Steuerungsrichtung ziemlich klar: Schnell weg von fossilen Brennstoffen, hin zu Renewables. Und CO2 Entnahme und sichere EInlagerung im industriellen Massstab. Daran muessen sich alle relevanten Massnahmen orientieren: Im Verkehr, Industrie, Haushalt, Landwirtschaft. Eigentlich kein Problem, wann man nur wollte. Viele wollen aber nicht, also geht es leider nur mit Zwang. Was ja nicht bedeutet, man sollte nicht weiterhin auch auf Einsicht und Freiwilligkeit zu setzen. Das alles muss halt gut erklaert werden.

          edit: kleinere Ergaenzungen

        2. Liegt der Knackpunkt nicht ganz woanders? Seit Jahrzehnten ist Deutschland (aber auch die Welt) dabei sich gegen alles sinnvolle zu wehren. So wusste bereits Roman Herzog 1997 zu berichten:
          „Deutschland hat kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.“

          Den Satz hätte man seitdem in allen Nachrichten als Einleitung nutzen können, bis heute und wohl noch die nächsten Jahrzehnte. Es ist das übliche: „Alles soll sich ändern, aber nicht bei mir!“ Denn dem deutschen wie auch allen anderen Menschen sitzt die Angst im Nacken, das wenn man ihnen einmal etwas wegnimmt, sie es nie wieder bekommen. Beispiele gibt es genug die diesen Umstand sogar klar aufzeigen.
          Der Soli Zuschlag wurde so ziemlich zuletzt entfremdet, aber man kennt auch noch die Sektsteuer zum Aufbau der kaiserlichen Marine, wo die Schlachtschiffe wohl alle herum schippern? Es gäbe noch weit mehr Beispiele, wie z. B. den Lohnsklavensektor oder Riester Armut (womit sich die SPD mal wieder für die Herrschaft prostituierte).

          Verbote sind jedoch genau das. Was man bisher hat, ob materiell oder in anderer Form, wird erstmal weggenommen. Damit schürt man nur die Angst die sich in der Vergangenheit nur als allzu berechtigt herausstellte.

          Solange ihr mit Verboten und Angst agiert, die Menschen nicht involviert, wird es nicht klappen. Der Witz ist, ihr wollt es auch gar nicht erst probieren, denn ihr seid längst von der negativen Art und Weise derart überzeugt, das eine positive Vorgehensweise von vornherein überhaupt nicht benannt und ausgeschlossen wird. Damit zementiert ihr selbst die Befürchtungen als berechtigt.

          Doch stelle ich mal die Frage, warum probiert man es denn gar nicht erst, denn Gesellschaft kommt von Gesellen die zusammen etwas schaffen. Das es immer ein paar unverbesserliche geben wird ist klar, aber damit kann eine Gesellschaft umgehen, wie die Vergangenheit durchaus bereits gezeigt hat.

          Ist Tesla mit Verboten und Angst groß geworden? Wohl kaum. Sondern mit Motivation, Respekt und vor allem viel Wissen. Selbst bei Aldi wurde ein Milliarden Unternehmen daraus, trotz der geringen Innovation und gut bezahlter Mitarbeiter. Der Beispiele gibt es sicher mehr.

          Im übrigen, es ist nicht das CO2 das Problem. Es sind nicht die Plastikmeere in Pazifik, Atlantik und wo auch immer das Problem. Es ist nicht das Umweltbewusstsein das man in der Landschaft hinterlässt das Problem. Es ist unsere Geisteshaltung welche diese Wirkung entfaltet und schon lange als Effekte sichtbar werden.

          Mit dem scheitern Heideggers mag die Philosophie zugrunde gegangen sein, wovon diese sich bis heute nicht erholt hat. Wenn ein Herr Precht sich vor die Bauern stellt und ihnen ankündigt das mit dem In-vitro-Fleisch ihr Einkommen wohl oder übel zunichte gemacht wird, hat das wenig mit Philosophie, aber viel mit der Hybris des Menschen zu tun. Der Untergang der Philosophie hat sicherlich einen starken Einfluss auf unsere heutige Misere, aber der Hauptgrund ist und bleibt, das man die Menschen nicht ernst nimmt und über einen Kamm schert.

          Beantworte dir selbst zwei Fragen:
          Wie viel Prozent von den Menschen in der Welt schätzt du als unvernünftig ein.

          Erst erste Frage beantworten, nicht schummeln! =)
          Wie viele Prozent von den Menschen die du kennst entsprechen dem?

          Das Ergebnis ist immer dasselbe, erste Antwort fällt weit negativer aus als zweite. Es zeigt das unsere Erwartungshaltung an die Menschen um uns herum längst krankhaft ist, was jedoch nicht der tatsächlichen Lebenserfahrung entspricht.

          Das ist zu einem Großteil den Medien zu verdanken, welche negatives nur zu gerne berichten, da Drama eben Einschaltquote, Auflage und Klicks auf Webseiten verspricht. Aber ebenfalls unserer Angst vor unbekanntem, denn vor deinen bekannten hast du hoffentlich keine Angst. =)

        3. So kann man es auch sagen. =)

          Zugegeben, schlecht umschrieben. Aber ich gehe davon aus das du weißt was ich meinte, nämlich wie viele Menschen unvernünftig handeln werden wenn sie die Wahl haben auch vernünftig zu handeln.

        4. Ich denke, wir schreiben aneinander vorbei, und das ziemlich gründlich.

          Dein Ansatz ist, die Menschheit zu heilen damit sie nur das Sinnvolle tut und damit nicht den eigenen Untergang herbeiführt. Das ist im Prinzip lobenswert, aber viel, viel zu unbestimmt. Das ist gewissermassen wie die Scheuer’sche Technologieoffenheit, die dadurch, dass sie bewusst unkonkret ist, den status quo zementiert.

          Und nebenbei: Wer definiert denn eigentlich, wer zu den Vernünftigen gehören darf und wer nicht? Was ist vernünftig, ein Leben wie in der Steinzeit, in vollstem Einklang mit der Natur?

          Ich kann nicht erkennen, wie das Abdriften in das Wolkenkuckucksheim der Philosophie die Menschheit als Ganzes irgendwie weiterbringt. Das sind alles schönen ehrenwerte Gedankenspiele, aber solange es z.B. die Gebrüder Koch gibt, sehe ich da keinerlei Verbesserung.

          Meinen Ansatz wäre, die Probleme (und das ist eben u.a. CO2, Mikroplastik, Trinkwasser, Tierschutz, etc etc) konkret anzugehen und dabei zu akzeptieren, dass die Menschen eben nicht vernünftig sind, nicht in die Steinzeit wollen, sondern einen vernünftigen Ausgleich zwischen Lebensstandard und Zukunftsfähigkeit erwarten dürfen und keinen Totalverzicht.

    3. Die Medizin kümmert sich um Ihre Krankheiten .
      Von diesen lebt sie .
      Um Ihre Gesundheit müssen Sie sich selber kümmern .
      Von dieser leben Sie .

      Dr. Johann Georg Schnitzer

  2. Ich fang mal an und werde konkreter.
    Verbote:
    1. von Markteinführung für PKW mit CO2-Ausstoß von mehr als 50 gr/km ab 2025
    2. von Markteinführung für Benzin/Diesel PKW ab 2030

    3. von Grillen mit herkömmlicher Holzkohle ab 2025
    4. von Pyrotechnik im Freien ab 2025 (wer will soll es drinnen machen 🤣)

    5. von Transport lebender Tiere zu Schlachthöfen mehr als 250 km ab 2023

    Regeln (ab 2023):
    6. Lebensmitteltransporte gestaffelt nach Entfernung immer höher besteuern
    7. Nachweispflicht über die Entsorgung von Tierkot auf Wiesen und Weideflächen (Überdüngung) und Begrenzung
    8. Genehmigungspflicht für das Fällen von Bäumen, die über 80 Jahre alt sind

    1. Bevor ich Deinen Katalog lustvoll ergänze: Sind wir uns einig, dass Dominiks 😏 Idee von einem Markro-Verbot-Gebot 😜 krachend gescheitert ist? Und warum? Weil der Gesellschaft nicht zu trauen ist: Wer nur grobe Rahmen setzt oder im Hintergrund Anreize schafft, gibt der Bevölkerung nur noch mehr Gelegenheiten der Umgehung und Vermeidung, die Idee von gesellschaftlicher Verantwortung jedes Einzelnen ist eine Illusion. Wir müssen davon ausgehen, dass auch unsere Spezies sich verhält wie Einzeller in einer Petrischale: Sie nehmen sich was sie kriegen können, vermehren sich, als gäbs kein Morgen – bis dann jegliche Lebensgrundlage zerstört ist. Richtig? Schade, ich fands ne schöne Idee. Hätte ja auch mehr Freiheit und Eigenverantwortung und Selbstverwirklichung bedeutet – aber das muss man sich halt auch verdienen, liebe FDP… äh…

      1. Es ist ja richtig, dass Dominik seinen jugendlichen Optimismus trotz einer Meissner Umgebung noch nicht verloren hat. Deshalb setzt er sich ja auch an vielen Fronten ein und bewirkt etwas – in einem gewissen Maß.
        Aber irgendwann wird ihn die unpopuläre Erkenntnis ereilen: Einen Großteil der Menschen muss man leiten wie maulende Kinder: liebevoll konsequent unumgängliche Grenzen setzen.

        Das Verfassungsgericht hat uns und unsere beauftragten Vertreter angemahnt, in unserem Verhalten den kommenden Generationen gegenüber. Dadurch werden neue Grenzen definiert. Und das ist legitimiert.

        Die Grenzen eines Viktor Orban z. Bsp. hingegen sind Willkür eben ohne Legitimation eines Rechtsstaates.
        „Du sollst nicht töten“ ist eine Schablone für weitere wichtige Verbote, die sich eine humanistische Gesellschaft leisten muss.

        Und jetzt bin ich gespannt auf Deine lustvollen Ergänzungen.

    2. Solche Micro-Regeln halte ich für dysfunktional, zwei Beispiele:

      Zu 5: Transport toter Tiere zu Schlachthöfen ist auch Käse 🤡. Warum also nicht einfach Transport von Tieren über xy km an sich verbieten? Warum die Einschränkungen?

      Zu 8: Gerade alte Bäume zu fällen und deren Holz irgendwo einzubauen wird CO2 speichern helfen. Ausserdem muss man alte Bäume auch mal zur Wegesicherung fällen, etc. pp.

      Tut mir leid, aber Regeln und vor allem Gesetze müssen allgemein gehalten sein. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass sie den Einzelfall nicht nur nicht berücksichten können oder sollten, sondern explizit garnicht dürfen!
      Dadurch entstehende Ungerechtigkeiten im Einzelfall muss man als Gesellschaft entweder aushalten, oder andere Mechanismen schaffen um sie abzumildern. Siehe etwa das Recht auf Begnadigung durch ein Staatsoberhaupt.

      Edit: schaut mal hier:
      http://www.studium.lu/forschung/2016_fontaine_1.html

      1. zu 5. Vielleicht will ich ja mit meiner Kuh eine Bildungsreise machen, oder mit meinem Affen oder meinem Hund? Das wäre dann was anderes als ein Massen-Transport zum Schlachthof mit xy km, die unzumutbar sind, nur um ein paar Cent zu sparen. Das ist pipieinfach für diese häufig vorkommende Unsinnigkeit eine km-Begrenzung in einem Gesetz zu definieren.

        zu 8. Deswegen ja kein Verbot, sondern erforderliche Genehmigung zwecks Prüfung des Einzelfalls

    3. Alles schön, gut und richtig. Wenn wir aber umweltfreundlich(er)en Verkehr präferieren, brauchen wir auch SCHNELLSTENS:

      9. Tempolimit max. 130 km/h auf Autobahnen

      10. Einfahrverbot für PKW > 120 g CO2 /km in Innenstädten, wobei Emissionswerte jährl. fortlaufend niedriger anzusetzen sind

      11. Verbindliche bedarfsorientierte Parkplatzquote für BEV mit Ladestationen, die per Debit- u. Kreditkarte freischaltbar sind

      12. Umlagebefreiung für Ladestrom

      13. Preisauszeichnungspflicht an öffentl. Ladestationen

      14. Sukzessive Reduktion und Auslaufen der BAFA-Förderung für BEV, bei gleichzeitigem Abgabenaufschlag für Verbrenner-Neuwagen

      * Das würde mir für heute schon mal reichen.

      1. Supi, danke. Ich gehe ja mit dem Hut rum und sammle ein. Am Ende ist klar, dass nicht alle alles wollen. Aber ich denke, es lohnt sich eine Teamarbeit.

      2. ok, ich baue meine restlichen Ideen mal ein, nicht abschließend:

        15. Aufbau öffentliches Ladenetz (Kommunen: Vor Ort, auch für Laternenparker), Bund: Schnellladestationen für Fernreisende. Einfach, um die Sache zu vereinheitlichen und beschleunigen, kann später an Privatbetreiber übergeben werden. (Es müssen auch Regionen abgedeckt werden, die wirtschaftlich anfangs nicht rentabel sind)

        16. Abbau von Subventionen für Landwirtschaft europaweit, Umschichtung in einen Topf zur Förderung der Umstellung auf Ökologischen Landbau.

        17. Maximale Anzahl Vieh pro Hof gekoppelt an Fläche – dadurch Vermeidung von Überdüngung. Ziel auch: eigene Futterversorgung, Mischbetriebe. Regionale Versorgung.

        17a. Steuern und Zölle auf Lebensmittel gestaffelt nach Entfernung und Transportweg -> Förderung heimischer Versorgung.

        17b. Verbot von Parteispenden jeglicher Art.

        18. Verbot von Nebeneinkünften für Parlamentarier.

        19. Ab 2045 wird kein fossiler Brennstoff mehr genutzt, europaweit. Verbrenner dürfen aber nachhaltig erzeugte Substitute nutzen. (Besteuerung nach Energieaufwand well to wheel)

        20. Besteuerung von Kraftstoff/Energie bis 2045 nach CO2-Ausstoss, ab 2045 nach Energieaufwand (well to wheel). (oder Mischform bis 2045)

        21. Konsequente Vertragskündigung aller EU-Staaten, die gegen grundlegende Vertragsregeln verstoßen, die insbesondere Grundsätze wie Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Pressefreiheit und Demokratie sowie Menschenrechte betreffen.

        22. Keine EU-Gelder für Vertragsanbahnungen etc.

        23. Keine Entwicklungshilfe für China oder andere Staaten, deren staatliche Verfasstheit unseren Mindeststandards widerspricht.

        24. Reformation des gesamten Schul- und Ausbildungssystems. Abschaffung von Studiengebühren. Verdopplung des Etats.

        25. Beteilung an der Finanzierung einer internationalen Impfkampagne zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

        1. Wenn die 27* 95 voll sind, darf Pamela (als Initiatorin) sie an den Reichstag nageln 😉

          [Edit:] Sollte danach gegen sie der Reichsbann verhängt werden, gewähren wir ihr reihum Asyl.

          * Korrektur

        2. das verstehe ich jetzt nicht.
          Ich dachte die Zahl ist 95 – und die würden wir doch voll bekommen?

        3. Ob wir das schaffen? Manches von der Aufzählung lässt sich ja auch noch zusammenfassen
          – aber da geht noch was…

        4. „Es ist im Übrigen immer sehr leicht einen auf „lieb“ zu machen“

          Meist gelte ich ja als lieb, bis man mich nach meiner Meinung fragt, dann wird es schwierig🤔 Wenn wir einen Gesellschaftsentwurf machen (der eigentlich in ein Wahlprogramm gehört) werden wir 95 locker erreichen – aber das polarisiert dann meist sehr. Ohne Nummerierung:

          -seit 30 Jahren werbe ich für ein BGE
          -für Hundezwinger gibt es ein Gesetz für die Mindestgröße, für Kinderzimmer nicht – eins sollte man ändern
          -Kinderspielplätze sollten deutlich mehr Fläche bekommen als Autos Parplatzfläche
          -Hochgeschwindigkeitshandel der Banken endlich besteuern
          -Tilgung vor Zinsen

          ok, ich will nicht Übertreiben

          „Die Wahrheit sollte sein wie ein Mantel, den du dem anderen hinhältst,
          damit er hineinschlüpfen kann wenn er dazu bereit ist. Und sie ihm nicht
          wie einen nassen Lappen um die Ohren schlagen.“ (Zuschreibung verschieden /u.a. Volaire)

        5. Niemand hat so einen Mantel. Keiner kennt die umfassende Wahrheit. Ich hab drei gute Gedanken und stelle nach einem kurzen Austausch schon fest, dass einer davon nicht gänzlich richtig sein kann.
          Das ist unsere einzige Chance als Menschheit: eine gemeinsame Suche nach Wahrheiten und daraus resultierenden vernünftigen Schlussfolgerungen. Die Suche müssen wir uns zugestehen, das sollte uns verbinden. Unsere größte Stärke ist die Schwarmintelligenz. Nicht jedes Individuum trägt dazu gleich viel bei.

          Ich habe um Vorschläge gebeten, um zu verbinden, und unsere Thesen würden viele Diskussionen und Bearbeitung benötigen, bis sie gemeinsam bis ins Letzte durchdacht sind. Und dann werden sie vielleicht von 1200 Menschen gelesen und nichts wird passieren. Aber das selbe könnte an vielen Orten stattfinden.

          Aber sofort, wenn es um Veränderungen, Einschränkungen oder Verbote geht, fängt das wehleidige Gejammer an, obwohl noch gar nix passiert ist. Wenn wir uns keine Gedanken machen, wohin wir gehen und wie wir uns und die Welt um uns herum verändern wollen, wird sich nichts ändern.

          Ein nasser Lappen bringt da gar nichts, deshalb hab ich auch keinen in der Hand.

        6. Oh je, mein Fehler. Du hast recht, es sollten auch 95 sein. Werde ich gleich mal korrigieren.
          Vielen Dank für deinen Hinweis.

        7. Spätestens seit der Volksabstimmung in der Schweiz stelle ich mir die Frage, ob die Umwelt – und damit auch wir alle – so überhaupt noch zu retten ist. Den meisten Menschen scheint das alles ja viel zu unbequem zu sein.

          Vielleicht muss die Menschheit doch zuerst unter den Konsequenzen ihrer Gier, Bequemlichkeit und des eigenen Versagens leiden, bevor ein Umdenken wirklich stattfindet. Wobei bis dahin viele der ursprünglichen Verursacher nicht mehr unter uns sind. Oder wie mir unlängst ein Ü80-Nachbar mit Blick auf seinen neuen Diesel sagte: „Was soll ich jetzt noch die Umwelt retten …“.

          Die Menschen bräuchten eindeutige Gebote und Verbote. Sonst wird das nichts. – Aber wer wählt schon eine Verbotspartei. Im Herbst werden die Deutschen also höchstwahrscheinlich „Weiterso“ wählen und dann wird in Berlin auch weiter rumgewurschtelt, mit Alibi-Maßnahmen und Aktionismus.

          Vielleicht braucht es ganz schnell ein Aufbäumen, ein lautes Aufschreien derer, die die Situation schon begriffen haben – nicht nur der FFF-Kids.

          Vielleicht muss sinnloses Gewinnstreben wie Korruption geächtet werden. Vielleicht sollten wir alle unseren Konsum überdenken … – Aber STOP, das wäre ja unbequem …

        8. vielen maulen ja, weil sie die 10k im Monat an Diäten für viel halten („mehr als ich habe, des ged ned!“), aber dass es den Staat viel mehr „kostet“, dass unsere Parlamentarier ihr Haupteinkommen sogar „nebenbei“ verdienen, das kapieren die wenigsten. Ich wäre sogar für eine satte Diätenerhöhung als Kompensation. Ich will dort die Schlausten und besten Köpfe sitzen haben…

        9. Wenn wir den Bundestag verkleinern, so dass er wieder zur Landesgröße passt, dann können die sich unter Erfüllung von Punkt 18 gerne ordentlich was draufschlagen. Einen Teil davon sollten sie aber ansparen – muss ja nicht jedes Jahr ne Lodge in der Südsee sein – denn ich bin auch für eine Sperrfrist von 5 Jahren, bis man ganz zufällig reingekommene Angebote aus der Wirtschaft für die Nachparlamentarierzeit annehmen kann.

        10. 26. Solarpflicht auf jedem geeigneten Flachdach
          27. Vereinfachung von Zulassung von WKA’s
          28: Hoehere CO2 Besteuerung
          29: Verbot von Gas- öl und Pelletheizung, Vereinfachung von Zulassung von Erdwärmebrunnen

      3. Zu 9: volle Zustimmung.
        Zu 12: weiss nicht ob es hilft x verschiedene „Ströme“ zu haben
        Zu 13: aber sofort unterschrieben. Bei Ladeparks auch große Hinweisschilder wie bei den Tanken, damit man sie überhaupt findet

        15: Strom-Roaming. Mein Handy telefoniert überall mit meinem Tarif. Also will ich auch mein Auto überall laden, mit dem Tarif von zu Hause. Wenigstens mit 1kW wie an der Wallbox. Aufschlag für CCS geht auch iO.

        Ich meine, ob mein Strom zu Hause grün ist, nur weil es auf der Rechnung steht, das weiss doch auch keiner. Beispielsweise wohne ich keine 20 km Luftlinie von Cattenom entfernt. Da wird bei uns wohl kaum Windstrom aus der Nordsee ankommen. Trotzdem kann ich den laut Rechnung kaufen. Also bitte: Das Prinzip muss man dann doch für den Verbraucher auch umkehren können!

        16: PV Eigenverbrauch-Roaming. Solange meine PV-Anlage zu Hause einspiest will ich diesen Strom überall laden können. Zu zahlen sind dann „nur“ Durchleitungsgebühren an den Netzbetreiber.

  3. Ein wirklich sehr, sehr, sehr guter Artikel. Vielen Dank und noch mehr Anerkennung dafür.

  4. Bei der Diskussion, ob der Staat lenkend (durch Verbote oder Anreize) eingreifen muss um die drohenden Zukunftsprobleme (die bereits gegenwaertig sind) in den Griff zu kommen, wird meiner Meinung zuviel auf Selbstverpflichtung, Verantwortungsgefuehl oder Freiwilligkeit durch Einsicht gesetzt. Letztlich kommen wir auch bei der Bewaeltigung und der Einordung von Individualinteressen gegen die der Gemeinschaft an die Grenzen der Demokratie.

    Giga Berlin ist ein (vielleicht nicht so) gutes Beispiel: Ja, die negativen Auswirkungen sind fuer wenige Anrainer spuerbar, aber insgesamt hat das Projekt ein positiven Effekt auf die gesamte Gesellschaft. Die Abwaegung dieser Interessen gelingt in einer fortgeschrittenen Demokratie immer schlechter (und wird dann noch von uebergelagerten Interessen beeintraechtigt). Oder Corona: Maske, Testen oder Impfen ist bloed, aber fuer den Schutz der Allgemeinheit unverzichtbar.

    Ich glaube wirklich, mit der richtigen Technik werden wir alle Herausforderungen loesen koennen. Dazu gehoert z.B. die Abschaffung von ICE Fahrzeugen zugunsten von BEVs, verbunden mit einer konsequenten Energiewende. Ich denke nicht das alle in Zukunft Fahrad fahren muessen, ich denke nicht, das es gut ist die Innenstaedte vom Individualverkehr abzuriegeln. Kreislaufwirtschaft muss ebenso ein Bestandteil der zukuenftigen Wirtschaft sein. Das wird nicht gehen, ohne das Partikularinteressen unter das Gemeinwohl gestellt werden. Bestes Beispiel: die ominoese Technologieoffenheit. Keine klaren Vorgaben fuehren zu Stillstand.

    NIMBY’s und VDA Lobbyisten brauchen Regeln.

  5. Vielen Dank Pamela für diesen Artikel. Genau das ist doch unser Problem, töten und stehlen soll und darf man nicht, im Kapitalismus akzeptieren wir aber beides für unseren Massenkonsum. Es ist den meisten bewusst wenn man sie darauf anspricht, doch eine echte ehrliche Reaktion kriegst du von fast niemanden. Immer nur das selbe gerede: „Ich würde ja gerne,… Wenn ich könnte,… Es ist aber so unbequem…

    Ich kann dieses ekelhafte gerede dieser „Waschlappen“ nicht mehr hören. Es gab Zeiten da sind die Eltern in den Krieg gegen den Faschismus gegangen um ihre Kinder zu schützen, in dem Wissen das sie es nicht überleben werden. Aktuell ist es zu viel verlangt zum Wohle der Kinder auf das Schnitzel zu verzichten, obwohl die Blutwerte bei vielen es befürworten würden, ganz abgesehen vom Durchschnittsgewicht eines Bürgers einer überfetteten Wohlstandsgesellschaft.
    Es ist mir ein Rätsel wie man da noch seinen Kindern in die Augen schauen kann.

  6. Sagt in einer Runde der NICHTDENKER: „Also ich warte auf das Wasserstoffauto. Die Produktion der Batterien für die E-Autos ist viel zu aufwendig und energieintensiv. Außerdem ist das Laden so umständlich.“
    Darauf sagt der QUERDENKER: „So ein Quatsch, fahre weiter Diesel. Der ganze Klimawandelmist ist doch erfunden von Gates und seiner Muse Merkel!“
    Der BEQUEME meint „Also ich warte auf ein reichliches bedingungsloses Grundeinkommen, dann bleib ich auf dem Sofa und brauch kein Auto und nach Malle fliege ich.“
    Der FLAT-EARTHLER ruft:“Richtig, das Autofahren ist viel zu gefährlich, wie schnell kommt man an den Rand und fällt runter! Beim Fliegen bleibt man in der Luft und kann umkehren.“

    Viel Spaß bei der Wissensvermittlung zum Ziel der allgemeinen Akzeptanz von Veränderungen.

    1. die Leute müssen aufgeschlaut werden, auch wenns fast unmöglich scheint. Wie sollen sie später sonst ohne bunte Signalverpackung wissen, wo im Supermarkt das gute Futter drin ist? Der Trend geht eindeutig mehr zum „Überleben durch Verstand“ statt Rückenmark-induzierter Reflex-Aktionen… Wobei bis dahin auch noch lernen muss, wie man eine ehemalige Kampfdrohne einfängt um ihre Solarzellen zur Energieproduktion nutzen zu können. 🤔🤪

      1. Z.Zt. liegen wohl über 500 E-Scooter im Rhein, weil das voll lustig ist, zu filmen, wie die ins Wasser fliegen und die Videos auf SM zu teilen. 👍

  7. da krame ich doch gleich nochmal diesen Link hervor, den wir heute morgen schon in der Signalgruppe diskutiert haben: Verbote vs. Mikroverbote.

    https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F2021%2F25%2Fanders-levermann-klimaforschung-klimakrise-oekowende-pik

    Ist keine große Rede aber ein wichtiger Gedanke. Denn mit Mikroverboten („Du sollst nicht so viel Fleisch essen!“ „Den Rasen sprengen ist Wasserverschwendung.“ „Verzichte auf Plastiktütchen“. „Trenne Deinen Müll“.) nervt man die Bürger, unterfordert und bleidigt sie. Ein kluger Staat nutzt nicht die Fäden einer Marionette, um die Puppen tanzen zu lassen, er ist eher der kluge Regisseur im Hintergrund.

    Das wäre wichtig, denn zweifellos benötigen wir MEHR Regie (mehr Ge- und Verbote) vom Staat, um beispielsweise die Klimakrise in den Griff zu bekommen. Aber der Akzeptanz willen WENIGER Mikro-Management – auch wenn wir uns in der Corona-Krise fast ein bisschen zu sehr daran gewöhnt haben… Ohne ein Volk, dass die Regeln akzeptiert, funktioniert ein Rechtsstaat nicht. Is so 😉

    Edit: der Link ist Pay… keine Ahnung warum auf einmal, ist das ein neuer Trick, liebes ZON? Suuupercoole Idee 🤷‍♂️

    1. Genau das ist spannend. Welche Regeln/Ge- und Verbote – die sich signifikant positiv auf uns als Schädlinge auswirken – würde denn ein Volk – im speziellen, das was dieses Jahr wählen wird – akzeptieren?

      EDIT: Deinen link kann ich leider nicht lesen.

      1. eigentlich muss nur ein gesellschaftlicher Konsens existieren: Wir wollen auf nachhaltige Energieformen umsteigen, und zwar bis 2045. Ich denke, den gibt es sogar. Muss ich dafür E-Autos direkt fördern. Oder H2-Autos oder Hybride? Das fällt meiner Meinung nach bereits in Mikro-Management. Besser wäre es gewesen zu sagen: Wir belohnen eine A) effiziente und B) nachhaltige Mobilität. Und wir bestrafen alles, was nicht mehr ins Bild passt. Einfach über den Preis. Das wird dann über einen Zeitraum von sagen wir 20 Jahren kontinuierlich angepasst. Eine coole Website dazu, mit Rechner, auf der jeder sehen kann, wie er persönlich sich in Kürze (bei Dominik und seinem Lieblings-Corsa eher später 😉 umorientieren muss. Natürlich wäre es auch nötig, die komplette Herstellung der Fahrzeuge mit einzubeziehen, genauso wie die Herstellung der jeweiligen Energieformen. Das CO2-Gesamtpaket zählt. Im Prinzip ist es dafür auch noch nicht zu spät. Bis 2045 wäre für einen „geordneten Wandel“ noch genügend Zeit.

        1. Ich hab so die Vorahnung, es wird wieder ganz viele Ausnahmen geben – auch wegen der Arbeitsplätze – und schwupps, haben wir die Klimaneutralität bis 2045 nicht geschafft. „Sorry, ging irgendwie doch nicht.“

          In welchen Konsens würden dann z. Bsp. die passen, die dann wieder massenhaft Grillfleisch kaufen – nicht mehr für 1,99 € das Kilo, sondern für sagenhafte 2,39 €?.

          Wärst Du dann auch gegen ein Verbot für die Markteinführung neuer Verbrenner zu einem bestimmten Datum? Sollten die unbegrenzt verkauft werden können, wenn der Kunde das wünscht und er das Geld für fossile Energien noch locker hat?

        2. Ausnahmen wären Gift für das System, sieht man ja an der EEG-Umlage, die ausgerechnet jene Betriebe nicht zahlen müssen, deren Produkte sehr energieintensiv sind. Dafür blecht dann der Endverbraucher um so mehr. Das Fleisch verteuert sich nicht auf 2,39 Euro, sondern eher in Richtung 7-9 Euro, nämlich in die Region, wo man Ökoprodukte dafür profitabel herstellen kann. Subventionen für die Landwirtschaft gibt es noch – aber nur noch für Biolandwirte. Flächenverschwendung für Energiefelder hätte sich damit auch erledigt, genau wie Monokulturen und Mais- oder Rapswüsten. Die Flächen benötigen die Betriebe dann nämlich für die Produktion nachhaltiger, ökologischer Lebensmittel. Mit all den positiven Nebeneffekten. „Hilfe, ich kann mir dann ja mein tägliches Schnitzel nicht mehr leisten“ – tja, willkommen im Club. Das kann ich schon lange nicht mehr (weil ich nur Bio kaufe). Da wird sich der einkommensschwache Haushalt wohl umgewöhnen müssen… 😋 2045 wird es keine Nicht-nachhaltige Mobilität mehr geben dürfen, ob man das nur über den Preis hinbekommt (5 Euro für den Liter für Liebhaber-Fahrten?), ist auch eine Frage, ob es noch gewissen Rest-Reserven an CO2 gibt. Z.B. weil wir besonders gut gehaushaltet haben – oder Möglichkeiten gefunden, CO2 wieder einzufangen.

        3. Es wird supergeile elektrische Landmaschinen geben, die hauptsächlich vollautonom unterwegs sein werden.

          Aber stimmt, lieber zusätzlich für die Pferde etwas leichte Feldarbeit als das qualvolle Leben als Blutstute oder körperliches Wrack nach Jahren mit falsch motivierten Menschen auf dem Rücken.

Comments are closed.