12. August 2022
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21 thoughts on “Gefährden Telematik-Tarife das Solidarprinzip von Versicherungen?

    1. Ich halte das für sehr willkürlich, da man ja alle individuellen Fähigkeiten abgleichen müßte. Was für Walter Röhrl eine vernünftige Fahrweise ist, ist für die Oma nebenan eine Hochrisikofahrt.
      Ich halte es im übrigen für falsch hier KFZ-Versicherung mit Krankenversicherung zu vergleichen.
      Im Grunde ist die staatliche Krankenversicherung eine verkappte Steuer und muß nur wegen der dt. Steuergesetze Versicherung genannt werden. Hier hilft manchmal der Blick über die Landesgrenzen.

      1. Aber auch ein Walter sollte nicht schneller fahren, auch wenn er es beherrschen würde, würden andere Verkehrsteilnehmer dadurch irritiert und gestört werden.
        Querverkehr sollte auf Rennstrecke ja eher selten vorkommen.

    2. Deine gute Fahrweise wird ja heute auch schon durch SF-Klassen belohnt…

      die Frage ist auch, durch was die häufigsten Unfälle zustande kommen? Wirklich durch schlechte Fahrweise?
      Oder vielleicht durch Unaufmerksamkeit? Wie will man Unaufmerksamkeit messen? (da rede ich nicht von EyeTracking)

      Es kann jemand noch so defensiv fahren, aber wenn er/sie mit einer bestimmten neuen Situation überfordert ist, kann es ebenso krachen…

      Und wenn man auf leerer Autobahn mal ordentlich hochbeschleunigt, muss das auch noch lange nicht schlechtes oder risikoreiches Fahren sein…

      Alles nicht so einfach meines Erachtens…

      1. Doch, ist sehr einfach. Da die meisten Unfälle außerorts auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, siehe beigefügter Link, muss man nur nur die Geschwindigkeit des Fahrzeugs messen, und mit der erlaubten abgleichen. So kann man recht einfach die Risiken beurteilen.
        https://www.bussgeldkatalog.org/unfallursachen/

        1. Überhöhte Geschwindigkeit ist auch, wenn du wo z.B. 100 erlaubt sind, im Winter bei Glätte nicht langsamer in die Kurve fährst, obwohl ja immer noch 100 erlaubt sind… nein, das ist eben meines Erachtens nicht alles „sehr einfach“….

  1. Ganz so abwegig ist m.E. der Grundgedanke der Solidarität bei Kfz Versicherungen nicht: Mutmaßlich ist das Verletzungsrisiko in einem Kleinwagen viel höher als in einem schweren SUV. Dementsprechend müsste der ohnehin finanzschwächere Kleinwagenbesitzer ein höheres Risiko bezahlen, weil er ohne eigenes Zutun von lauter SUVs umgeben ist, an denen er bei Unfall zerschellt. Genauso könnten Sondertarife diejenigen bevorteilen, die sich potentiell teurere und besser ausgestattete Fahrzeuge leisten können, und der arme Dritthandbesitzer schaut in die Röhre.

    1. Wahrscheinlich wäre es schon sozial und gerecht genug, wenn man pro 1000€ Neuwagenpreis X€ Versicherungsprämie zahlen würde, oder?

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