23. Oktober 2021
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64 thoughts on “BMW i4 – der wahre M3-Killer?

    1. Was BMW gut kann, scheint E-Maschinen und Leistungselektronik zu sein, ist ja auch kein Wunder, mit dem i3 waren die ja mal ganz vorne dran.

      Aber der Rest – bitte seht es mir nach- liest sich wie eine Kotau-Erklaerung (und sieht auch so aus).

      Die ueberlange Front: vollgestopft mit Steuergeraeten, Kabelbaeumen, Kuehlern, Schlaeuchen, Stahltraegern und sonstigen ICE Rudimenten. Zugeschraubt, damit man das Elend nicht sieht, oder *shocking* vielleicht noch einen nutzbaren Frunk unterbringen muesste. Im Heck das gleiche: Wo das M3 einen riesigen Trog unter dem Kofferraum hat, gibt es bei BMW ….. nix. Weil da ist ja das Blech zum dranschrauben von dem Benzintank. Zum Ausgleich gibt es weniger Kopffreiheit und Sitzabstand.

      Der Kardantunnel: ohne Kommentar. Wenigstens den haette man doch mal wegkonstruieren koennen. Ach ne, geht nicht, dann braeuchte man noch mehr zusaetzliche Verstaerkungen vorne, hinten, oben, unten. Inzwischen macht Tesla structural battery packs und megacastings.

      Im Cockpit: Geschaetzt 4 Milliarden Knoepfe inklusive Recycling von alten Schaltknueppeln. Das Problem: damit zementiert man die Funktionalitaet, mal eben mit einem Update ein neues Featuere einfuehren ist nicht. Und inzwischen macht Tesla Automatic Gear Select.

      Wie wenig Muehe sich BMW gemacht hat ein kundenfreundliches Fahrzeug zu entwickeln kann man z.B. auch gut am Tankdeckel absehen: Anstatt wie bei Tesla: Stecker druecken, Klappe auf, ‚reinstecken und Ladebeginn, machen die zwei Klappen davor. Braucht man als Kunde nicht, aber bei BMW muss der Kram, fuer den man noch einen Liefervertrag ueber 36 Jahre hat, halt noch verbaut werden.

      Sandy Munro hat neulich ein sehenswertes Vdeo ueber das Kuehlsystem im Mach-E herausgebracht: https://youtu.be/C1dQtlrI7uU

      Ich verwette meinen Ar$5@rsch darauf, dass das im i4 nicht anders aussieht: Jetzt koennte man ja sagen „wen juckts, Fronthaube ist eh verschraubt, da muss ich mir das Elend nicht ansehen“. Aber wir (ich) wollen ja das BMW es gut macht, und weiter erfolgreich wettbewerbsfaehige BEVs auf den Markt bringt. Als BMW sozialisierter und i3s Wiederholungstaeter ist die Enttaeuschung um so groesser, das BMW in die technologieoffene Sackgasse geraten ist.

      Die Liste liesse sich fast beliebig verlaengern, ich denke es gibt kaum einen Aspekt, bei dem es Tesla nicht besser machen wuerde, und wo nicht, steckt wenigstens ein gewichtiger Grund dahinter.

      Und deshalb ist der i4 „kein richtiges BEV“. Er ist eben mal gut genug, wird sich sicher auch verkaufen, aber ist meilenweit den den Anspruechen entfernt, die sich BMW selber gesetzt hat: Fuehrend in Technik, Design Nutzererlebnis zu sein.

  1. sodala, hier kommt die offizielle Antwort von BMW zu den i4 Motoren 😎:

    „Einige Punkte dazu:

    – Die BMW E-Maschine basiert auf der SSM Technologie mit hohem Wirkungsgrad und ist frei von Magneten, die aus Metallen der Gruppe der Seltenen Erden gefertigt werden.
    – Der Rotor wird bei der BMW GEN5 E-Maschine über Bürsten und Schleifringe mit Strom versorgt.
    – Die Technologie ist praktisch verschleißfrei, funktioniert bei hohem Drehmoment und erreicht hohe Leistungswerte.

    Bürsten und Schleifringmodule sind wartungsfrei bzw. verschleißfrei ausgelegt. Unsere Anforderungen beinhalten: 15 Jahre (8000 Betriebsstunden), das entspricht eine Laufleistung von rd. 300.000 km.
    Darüber hinaus haben wir die Absicherung des Systems für eine vielfache Laufleistung (über 1 Mio. km) mittels zahlreiche Dauerläufen auf Systemebene durchgeführt.

    Und: Falls ein Austausch in der Garantiezeit notwendig wird – ein Servicekonzept für den Wechsels des Bürstenhalters liegt ebenfalls vor.“

    1. hat der nun eine Erregung über Bürsten oder eine bürstenlose Erregereinrichtung? Nicht das am Ende im Wartungsplan „alle fünf Jahre oder 100t km – Überholung des EMotors mit Bürstentausch“ drinsteht…..

      1. ich geh mal schwer davon aus, dass es da keiner Bürstchen bedarf 😉

        „Im Gegensatz zum permanenterregten Synchronmotor (PSM) wird der Dauermagnet im Rotor hier aber durch einen Elektromagneten ersetzt. Das erlaubt in Zukunft eine deutlich feinere Steuerung des Motors und dadurch mehr Leistung und Drehmoment in allen Fahrbereichen.“

        1. Das Problem bei den bürstenlosen Erregereinrichtungen ist aber gerade der Anlauf und niedrige Drehzahlen.

          So hört es sich an als hätte BMW die eierlegende Wollmilchsau gefunden….

      2. Bei fremderregten Synchronmaschinen erfolgt die Energieübertragung üblicherweise mittels eines Schleifringsystems auf den Rotor, wodurch es zu mechanischem Verschleiß und durch den entstehenden Abrieb im Luftspalt zu Hochvolt-Isolationsproblemen kommen kann. Der Schleifring ist deshalb einer der größten Nachteile dieses interessanten Motortyps.

        In dem im Jahr 2016 erfolgreich abgeschlossenen Forschungs-Verbundprojekt FORELMO, an dem die TH Nürnberg beteiligt war, wurde bereits ein kontaktloses Energieübertragungssystem entwickelt, das diese Nachteile der fremderregten Synchronmaschinen erfolgreich beseitigt.

        https://www.internationales-verkehrswesen.de/fremderregte-synchronmaschinen-fuer-elektromobilitaet/

        das war 2016, ich nehme mal an, BMW nutzt nicht das Schleifringsystem…

        1. Renault hat das schon bei der Zoe immer gehabt. Ich würde das nicht entscheiden wollen, Tesla hat ja im Endeffekt eine Hybid Variante die auch als HSM bezeichnet wird, mit minimalem seltene Erden Anteil und höherer Effizienz als ein PSM….

  2. Ich hab den i4 M50 und den i4 eDrive40 in SmäckOpa´s Luft- und Rollwiderstandstabelle eingetragen… der eDrive40 ist schon recht nah am M3 LR AWD 2021 dran… der i4 M50 verspielt den guten Cw-Wert etwas durch das höhere Gewicht… meine Wahl wäre der 40e… finde ich auch optisch von vorne besser als den M50, irgendwie stimmiger (trotz Niere)…

    https://uploads.disquscdn.com/images/94259a11568ddf122662a265d10950f24bc425c0deb69eb857a5faa9ea4aeb40.jpg

  3. @Dr. Jeykill & Mr. Hupie Snipe : Die Stirnfläche ist noch nirgends zu finden, gell? …hab mich schon wundgegoogelt 😅

      1. Laut der Pressemitteilung hat der i4 M50 allerdings einen Cw-Wert von 0,25 und Stirnfläche 2,33m2…. der eDrive 40 hat den Cw-Wert von 0,24 und Fläche 2,31m2…. solltest vielleicht oben im Artikel anpassen bzw. exakter aufdröseln…

  4. Seit ich das M3 LR AWD fahre beobachte ich an mir einen seltsamen Effekt:
    Jedesmal wenn Ich was über andere (e) Autos lese kommt mir so ein müdes Grinsen quer und ich denke „jo, auch ganz nett.“

    Nicht dass alles supi wäre, aber der BMW-Spruch von der „Freude am Fahren“, der wurde von Tesla irgendwie sowas von vereinnahmt, irre. 😳

    1. ich denke, Fahrspaß haben die bei BMW immer noch gut drauf, müsste mich sehr täuschen. Die überlange Motorhaube und die Proportionen sind definitiv ein Überbleibsel von der 3-4er Reihe. Schick finde ich so eine Haube ja immer noch, muss ich gestehen, aber sinnvoll ist sie natürlich so gar nicht. Ausprobieren möchte ich die Kiste aber unbedingt mal… Den i3 bin ich schon mal sehr gerne gefahren, der hier wiegt aber so viel wie zwei davon 🤪

    1. deswegen musste sich LG ja auch anstrengen und für jeden Kunden in Polen ein anderes Zellformat basteln.

      LG hat „ihn“ wohl wirklich, den Braunkohlestromseparator…..in Polen ein muss!

    2. Wie in deinem verlinkten Autobild-Video zu sehen, muss ich der Moderator (1,96m) auf der Rücksitzbank ganz schön zusammenfalten… das ist ehrlich gesagt nicht so geil… vielleicht ist der Akku gar nicht so flach, und BMW ist nur der Sitzkomfort der Fondspassagiere egal… wobei der Moderator selbst vorne schon „Probleme“ hat…

      Ich denke, so richtig losgehen tut es bei BMW dann auch erst ca. 2025 mit der „Neuen Klasse“, wie sie sie nennen und angekündigt haben…

      1. Also meine Erfahrungen mit BMW sind, dass man in der 2. Reihe öfters wenig Platz hat, bei den Limousinen auch oben rum.

Nix mehr.Gschlossn.